Wieder im Druck: „Ich aber erforsche das Leben – Die Lebensgeschichte des Jean-Henri Fabre“

Dieses 1995 im Beltz Verlag erschienene Buch ist nun als amazon Taschenbuch erhältlich.


Jean-Henri Fabre, 1823–1915, war ein scharfsichtiger Beobachter der lebendigen Natur. Tierisches Verhalten erforschte er lange vor Nikolaas Tinbergen und Konrad Lorenz. Aufgespießte Kä­ferleichen zu klassifizeren, war nicht, was er unter Wissenschaft verstand. Die erstaunlichen Instinktleistungen der Insekten entschlüsselte er durch geduldiges und genaues Beobachten in freier Natur. Mit scharfsinnig ausgedachten Experimenten stellte er ihre Fähigkeiten auf die Probe, deckte ihre Möglichkeiten und auch ihre Grenzen auf. Immer wieder musste er erstaunt feststellen, dass den so verblüffend intelligent wirkenden Verhaltensweisen der kleinen Lebewesen angeborene Abläufe zugrunde liegen, die in ihrer angestammten Umwelt perfekt funktionieren, aber versagen, wenn der Experimentator die Gegebenheiten listig verändert. Sein Staunen vor der Vielfalt und Größe der Natur verstand er in seinen Schriften meisterhaft mitzuteilen. Akademisches Kauderwelsch, das mit Gelehrsamkeit beeindrucken will, verachtete er zutiefst. Seine Forschungsberichte schildern packend die Aufgaben, vor die das Leben die verschiedenen Lebewesen stellt, und wie sie diese, jedes auf seine Art, bewältigen: „ihre Sitten und Handwerke, ihre Kriege und Liebschaften, ihr Privat- und Gesellschaftsleben“. Seine Bücher erregten die Bewunderung von Wissenschaftlern wie Charles Darwin ebenso wie von Dichtern wie Frédéric Mistral und Romain Rolland. Den größten Teil seines Hauptwerks, der Souvenirs entomologiques, verfasste er zwischen seinem sechzigsten und neunzigsten Lebensjahr

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