amazon.de und NPD

24. Juni 2009

Ich erhielt folgende Kettenmail:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf diesem Weg ein Artikel des Handelsblatt vom 5.6.09 in Sachen Geschäftspartner von Amazon. Amazon hofiert ganz offen die NPD und vertreibt deren Schriften über den online Shop. Im Gegenzug wirbt, lt. Handelsblatt, die NPD auf der eigenen Homepage für Amazon. Der Buchversand trägt damit zur Finanzierung dieser Partei und zur massenhaften Verbreitung solchen Gedankentums bei.

Da ist es an der Zeit, das eigene Einkaufsverhalten bzgl. dieses Versandhandels zu überdenken!

Darauf habe ich geantwortet:

Liebe Hermi,

das stimmt schon. Aber amazon verkauft halt alles, was nicht verboten ist, und jeder, der eine Homepage hat, kann sich am Partnerprogramm von amazon beteiligen und Bücher von amazon anbieten. Eine besondere Geschäftsverbindung zwischen amazon und der NPD kann man daraus nicht ableiten.

Ich denke, es ist ein Unterschied zwischen dem Buchhändler am Eck und einer Macht wie amazon oder Thalia. Der Buchhändler am Eck (den es ja fast nicht mehr gibt) kann und soll seine Linie durchziehen, bestimmte Bücher fördern und andere überhaupt nicht anbieten. Damit gefährdet er nicht die Meinungsfreiheit. Ich würde nicht gern bei einem Buchhändler einkaufen, der seine Auslage mit Werken von John David Irving vollstellt. Aber Großmächte wie amazon oder Thalia dürfen nicht zensurieren. Die müssen den gesamten Buchmarkt abbilden und alles anbieten, was nicht verboten ist. Es wäre schrecklich, wenn amazon nach ideologischen Gesichtspunkten auswählen würde, was angeboten werden darf und was nicht.

Anstatt amazon durch Boykottandrohung zur Zensur aufzufordern sollte man vielleicht eine Kampagne starten, die Werke eines John David Irving oder eines “Ingo Petersson” und anderes unappetitliches Zeug mit fundierten und überzeugenden Kundenrezensionen zu versehen. Richtigstellungen, Hinweise auf aufklärende Literatur etc.

Als Leitfaden könnte man dann die Buchempfehlungen der NPD auf http://www.npd-dahmeland.de hernehmen. Anklicken und gleich kommentieren!

Gruß

Martin Auer

Sanguinisch

13. Februar 2009

Der Sanguin sagt zum Pinguin:
“Wolln wir nicht noch wohinguin?”
Da sagt der Pin zum San:
“Mensch, du gehst aber ran!”

Der Ich-Erzähler, ein Thriller

13. Dezember 2008

Ich gondle gemütlich mit meinem zwölfzylinder Aston Martin über die Brooklyn Bridge, als sich plötzlich vor mir eine schwarze Limo querstellt, drei Männer in dunklen Anzügen herausspringen, mit Maschinenpistolen im Anschlag. Instinktiv ducke ich mich, reiße die Pistole heraus und das Lenkrad herum und fahre dem einen der Gangster gegen die Schienbeine, wärend über mir Kugeln die Windschutzscheibe durchlöchern. Da höre ich hinter mir etwas schnaufen. Verdammt, schon wieder ein Leser, der mir über die Schulter schaut und mir beim Denken zuhört! Habe ich denn eine Elektrode im Hirn? Hauen Sie ab Mann, ja? Ich hab jetzt keine Zeit für Sie, ich bin mit diesen Jungs beschäftigt, die versuchen, mich kaltzumachen. Jetzt kommt der zweite dran. Ich liege praktisch unter dem Armaturenbrett und lenke den Wagen blind in die Richtung, aus der die Kugeln pfeifen. Also warten Sie gefälligst, bis das Buch erscheint! Wie es sich gehört in der Vergangenheit und in der dritten Person geschrieben. Von einem professionellen Thrillerautor. Ich bin Geheimagent, ich schreibe keine Thriller. Geheimagenten schreiben langatmige, holperige Berichte an ihre vorgesetzte Stelle. Also haben Sie noch ein bisschen Geduld, ja. Oder noch besser, warten Sie auf die Verfilmung! Der dumpfe Aufschlag verrät mir, dass jetzt auch der zweite der beiden Grünschnäbel auf dem Asphalt liegt, ob tot oder lebendig, ist mir im Moment egal. Jetzt zu dem dritten Idioten … Sind Sie immer noch da? Raus hier! Sonst passiert es das erste Mal in der Literaturgeschichte, dass eine Romanfigur ihren Leser kaltmacht!

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Personifizierter Albtraum

21. November 2008

Eine albtraumhafte Vorstellung verfolgt mich seit einiger Zeit: Ich komme nach Hause, und die Familie Lutz, der Schnösel vor der Ersten, der Hausverstand und der Inder sitzen alle in meiner Badewanne.

2. November 2008

Dschungel